5. UFL 2007
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5. UFL 2007

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5. Ultimativer Forumslauf am 10.11.2007

Na, schon vermisst? Ja tatsächlich, es ist schon ein bisschen her seit meinem letzten Bericht vom Gardasee Marathon. Das erste Laufjahr, indem ich im Oktober keine Wettkämpfe bestritten habe! Dafür sollen im November noch drei folgen. Der erste kommt jetzt vom 5. UFL, dem mittlerweile schon traditionellen Abschlussfeierlauf des ForumTeams über 10km.

 

Wie jedes Jahr startet der Läufer mit der langsamsten 10km Bestzeit und darauf folgend starten mit den entsprechenden Abständen der 10km Zeiten die weiteren Läufer. 25 Läufer waren dieses Jahr am Start und ich sollte mit meiner 38:37 als fünfletzter starten, direkt hinter Frank P. (7 Sekunden Abstand) und Marinus (11 Sekunden Abstand), mit denen ich ja die City Night im August zusammen bestritten habe.

Die Strecke ist ebenfalls die gleiche wie immer: 2km Pendelstrecke, die Teil des Havellaufes ist, womit die 2km exakt vermessen sind!

Vor dem Lauf

Gegen 13.20 Uhr kamen Leonie und ich am Startort angekommen und waren verwundert, dass niemand zu sehen war. Zum ersten mal beim UFL wurde schon vor dem Lauf die Wärme des Gasthauses genutzt. Zu Recht, denn mit knapp 5°C und böigem Wind war es draußen recht ungemütlich.

Aber irgendwann mussten alle raus und als um 14 Uhr der Startschuss erfolgte machten wir uns ans aufwärmen.

Leonie wollte versuchen unter 44 Minuten zu laufen, was sie bei der Kälte aber auch schon wieder revidierte. Ich hingegen mag es wenn es kalt ist und hatte irgendwie ganz kurz mit einer sub38 geliebäugelt, da ich am Mittwoch davor eine neue 1000m Bestzeit im Training in 3:18,6 gelaufen bin, davor aber schon 2x1000 in je 3:32 in den Beinen hatte.

Start

Dann wurde es Ernst. Noch schnell alles unwichtige ausgezogen und, wie so oft, als einziger von allen im Singlet am Start stand.

Marinus wurde auf die Strecke geschickt, dann gleich Frank und kurz darauf war ich an der Reihe und eilte hinterher.

„Nur nicht wieder so schnell anfangen“ dachte ich mir, da ich in den beiden Vorjahren den ersten Kilometer immer unter 3:40 gelaufen bin.

Auf den ersten Metern hatte ich zu tun, um den Abstand zu Frank zu verkürzen aber dann war ich doch noch vor dem ersten Kilometer an Frank und auch bereits Marinus vorbei.

3:43 zeigte die Uhr an, womit ich zufrieden war. Es fühlte sich recht gut an und ich hoffte hier sogar noch, ein minimal langsameres Tempo durchziehen zu können.

Doch kaum war ich an Marinus vorbei schon kam so eine Art Wand, in Form eines Gegenwindes. Dieser ließ die Sache gleich etwas schwieriger werden.

Marinus ließ nach etwa 1,5km abreißen und so war ich ganz alleine unterwegs ohne Bezugspunkt nach vorne.

Als Leonie mir entgegenkam meinte Sie zu mir „Die Schnürsenkel...“. Ein kleines Grinsen konnte ich mir nicht ersparen (wie oft meinte Leonie zu mir schon, ich solle doch einen Doppelknoten machen *grins*).

3:54 Minuten vergingen für den zweiten Kilometer. Hier hatte ich noch die Hoffnung, dass das erste Hütchen etwas zu früh stand und ich somit noch im 3:48er Tempo unterwegs war.

 

Ryan, der am Wendepunkt als Helfer stand, rief mir zu, dass Tim 50 Sekunden vor mir läuft. Naja, damit konnte ich erstmal noch nicht viel anfangen. Obwohl es nach der Wende merklich leichter fiel zu laufen, da der Wind von hinten kam, dauerte es exakt 4 Minuten bis ich den Kilometer überwunden hab. Hier war mir klar, dass es nicht mal für sub39 reichen sollte, was aber ok war, da ich in den letzten Wochen meine Trainingsumfänge deutlich reduzieren musste.

Aber das hieß nicht, dass ich jetzt aufgeben wollte, denn die 39:55 vom Vorjahr auf dieser Strecke sollten auf jeden Fall unterboten werden.

3:55 vergingen für Kilometer 4 und schon ging es erneut 2km in die andere Richtung.

Marinus und Frank waren bereits deutlich abgeschlagen, da musste ich mir gar keine Sorgen mehr machen. Tim allerdings war nun bereits in Sichtweite. Und auch auf Jan (JMB) holte ich deutlich auf, dachte aber, dass ich ihn wohl nicht mehr bekommen würde.

Nun kam der Wind natürlich wieder von vorne und es fühlte sich schon etwas härter an als am Anfang. Die Kilometerzeiten waren hier auch am schlechtesten. 4:00, 4:05 und 4:02 für km5+6+7.

An der Wende bei km6 hatte ich noch 11 Sekunden Rückstand auf Tim, welche ich beim siebten Kilometer dann aufgeholt habe und Tim aufforderte mitzuziehen, was ihm aber nicht lange gelang.

Kilometer 8 war mit 3:52 wieder deutlich schneller. Dies lag daran, dass Daniel, unser schnellster Läufer im Feld, auf mich auflief und sich wohl hinter mir etwas „ausruhte“. Dies war aber gut für mich, denn es hat mich etwas schneller gemacht. Nach ca. 2 Minuten „Pause“ hatte er wohl genug von meinem Windschatten und war innerhalb weniger Meter wieder in seinem 3:30er Tempo unterwegs (am Ende war er mit 35:06 Minuten der Nettozeit Sieger).

Dies tat mir aber keinen Abbruch und ich nahm die letzten beiden Kilometer in Angriff.

Jan war nicht mehr weit vor mir, so dass ich ihn mir wohl auf dem letzten Kilometer greifen konnte.

Erfreulicherweise konnte ich das Tempo wieder recht hoch halten und mit 3:56 ging es in die letzte Wende. Kurz danach lief ich auf Jan auf und forderte auch ihn auf, mir zu folgen, was er sogar gute 200m tat, bevor er abreißen lies.

500m vor dem Ziel ertönte plötzlich ein lauter Donner und es kam Graupelschauer vom Himmel, der sich bis zum Schluss durchzog.

Kurz vor dem Ziel sah ich, dass Leonie kurz vor mir lief. Im letzten Jahr kam ich eine Sekunde hinter ihr ins Ziel. Dieses mal war es mit 9 Sekunden etwas deutlicher, doch mit meiner Zeit von 39:19 Minuten war ich im Nachhinein sehr zufrieden und unterbot meine Vorjahreszeit immerhin um 35 Sekunden!

Leonie lief ebenfalls ihre zweitschnellste Zeit über 10km in 44:41 Minuten (inkl. Schnürsenkel binden lassen!)

Da ich für die 5 Wenden immer einen Zeitverlust von ca. 15-20 Sekunden berechne, wäre bei mir wohl eine sub39 drin gewesen und bei Leonie auch eine sub44 (Schnürsenkel ebenfalls abgezogen ;) )

Nach dem Lauf

Als alle im Ziel waren, machten wir uns schnell auf den Weg zum Wirtshaus, da es aufgrund des Graupelschauers draußen recht kalt wurde. Hier ging es dann noch an die Siegerehrung und gemütliches Beisammensein. Von der Nettozeit her war ich mit J.R. zusammen auf Platz 3 (lustigerweise haben wir fast bis auf die Zehntel die gleiche Zeit gestoppt). Daniel war mit seinen 35 Minuten klar erster, gefolgt von Ralph (Marathonjez) mit einer 38:xx.

Fazit:

Wie immer war es ein toller Lauf mit netten Leuten. Wie mir gerade aufgefallen ist, ist dieser Lauf der ersten, den ich bereits zum vierten mal bestreite (bei der 1. Ausgabe war ich noch nicht imForumTeam). Und wie die Jahre davor gelang es mir, die Vorjahreszeit zu verbessern, was doch auf das nächste Jahr hoffen lässt! Ich freue mich schon sehr darauf!

Weiter geht es dann schon nächsten Sonntag. Dann findet die Marathonstaffel des SCC statt, bei der ich, wie im letzten Jahr schon, Schlussläufer über 5,195km sein werde. Da ich im Vorjahr knapp an den 20 Minuten gescheitert bin, will ich die natürlich unterbieten!